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Schreckgespenst Mitarbeiterbewertung oder: Wie Sie unnötige Ängste vermeiden

Schreckgespenst MitarbeiterbewertungKeine Angst vor Beurteilungen

Ob in der Schule, an der Uni, im Berufsleben oder auch privat: nur die wenigsten Menschen lassen sich gerne von anderen bewerten. Auch in die Rolle des Beurteilers zu schlüpfen und andere Menschen nach ihren Leistungen und Fähigkeiten möglichst objektiv zu bewerten, fällt nicht immer leicht. Deswegen sind auch die beurteilenden Vorgesetzten manchmal froh, wenn der “Kelch” der Mitarbeiterbewertung an ihnen vorüber ist und sie endlich wieder zum Alltag übergehen können.

Trotzdem lassen sich Mitarbeiterbeurteilungen nicht vermeiden. Im Gegenteil ist eine genaue Einschätzung der Fähigkeiten in vielen Fällen unabdingbar, etwa wenn es um eine mögliche Beförderung oder die Eingruppierung eines Mitarbeiters geht. Auch den Mitarbeitern selbst können Beurteilungen dabei helfen, die eigene Leistung besser einzuschätzen. Und wer Karriere machen will, sollte zuerst mal wissen, ob seine Kenntnisse und Fähigkeiten dafür ausreichen, oder ob vielleicht zusätzliche Qualifikationen nötig sind.

Da man um die Fremd- und die damit verbundene Selbsteinschätzung also nicht herum kommt, kann es nicht schaden, sich als Mitarbeiter auf anstehende Leistungsbeurteilungen vorzubereiten. Das gilt vor allem auch für das zugehörige Beurteilungsgespräch mit ihrem Vorgesetzten.

Vorbereiten mindert die Angst

Eine gute Möglichkeit, der Beurteilung ihren Schrecken zu nehmen, ist es, sich wenn möglich beim Chef, Ihren Kollegen oder in der Personalabteilung vor dem Mitarbeitergespräch die in Ihrem Unternehmen verwendeten Beurteilungsbögen zu beschaffen. Diese zum Test schon mal im Vorfeld auszufüllen, hilft Ihnen dabei, sich selbst und Ihre Leistungen besser einzuschätzen. Zudem sollten Sie sich mögliche Fragen und Bemerkungen für das Mitarbeitergespräch notieren.

Sich zur besseren Argumentation und zur Veranschaulichung konkrete Beispiele aus der Arbeit zu überlegen und gegebenenfalls eigene Verbesserungsvorschläge zu machen, kann ebenfalls nicht schaden. Sollte sich später im konkreten Gespräch herausstellen, dass Ihr Vorgesetzter Ihre Arbeit unterschiedlich einschätzt, sollten Sie den Mut aufbringen, die unterschiedlichen Einschätzungen offen zu diskutieren und bei auffälligen Diskrepanzen konkret nachzufragen.

Ist das Beurteilungsverfahren abgeschlossen, sollten Sie sich danach die Beurteilung auf jeden Fall schriftlich aushändigen lassen. Sollte es in Ihrem Unternehmen üblich sein, dass die Beurteilung sowohl von der Führungskraft als auch vom Mitarbeiter unterschrieben wird, haben Sie in diesem Fall die Möglichkeit, bei Unzufriedenheit der Beurteilung schriftlich zu widersprechen. Ihr Widerspruch wird dann in ihrer Personalakte vermerkt.