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Das Beurteilungsgespräch: Tipps und Anregungen für Mitarbeiter

Das BeurteilungsgesprächAm erfolgreichsten sind Beurteilungsgespräche dann, wenn sie sachlich, fair und offen geführt werden. Und wenn sie gut vorbereitet sind. Das gilt sowohl für die beurteilende Führungskraft als auch für die betroffenen Mitarbeiter. Eine gute Vorbereitung gibt Ihnen Sicherheit, verhindert “böse” Überraschungen, sorgt für eine sachliche und konstruktive Atmosphäre und macht es leichter, gemeinsam Lösungen zu finden. Im Folgenden hilfreiche Tipps für das Beurteilungsgespräch sowie wichtige Fragen, die Sie sich im Vorfeld stellen sollten.

Welche Ziele wurden vereinbart?

Was zuallererst zu klären ist: Gab es bereits ein oder mehrere Beurteilungsgespräche, was wurde dort besprochen und vereinbart? Sollten Sie sich nicht mehr im Detail daran erinnern, dann schlagen Sie – falls vorhanden – noch einmal in den zugehörigen Protokollen nach und informieren sich über etwaige Zielvereinbarungen. Haben Sie diese eingehalten oder sogar übertroffen, können Sie durchaus selbstbewusst an geeigneter Stelle auf Ihre Erfolge verweisen. Sollte Sie die gesteckten Ziele nicht erreicht haben und gibt es dafür triftige Gründe, so kann es nicht schaden, sich schon mal eine entsprechene “Verteidigungs-Argumentation” zurecht zu legen. Falls möglich auch gleich entsprechende Verbesserungsvorschlägen. Falls Sie diesen noch nicht kennen, kann es ebenfalls nicht schaden, sich den im Unternehmen verwendeten Beurteilungsbogen im Vorfeld anzusehen: damit Sie auf die wichtigsten Fragen und Themenfelder schon einmal vorbereitet sind.

Offenheit und Aufgeschlossenheit

Sich schon im Voraus allzu starr auf eine Position oder eine Argumentation festzulegen oder sich an frühere Vereinbarungen zu “klammern”, sollten Sie aber dennoch vermeiden. Gehen Sie stattdessen so offen und aufgeschlossen wie möglich ins Gespräch und hören Sie sich die Argumente Ihres Gegenübers genau an. Auch bei Kritik sollten Sie immer sachlich bleiben, sich diese konzentriert und ruhig anhören und prüfen, ob diese zutrifft oder nicht. Falls nicht, vermeiden sie “emotionale” Argumente, zeigen Sie sich bei Widerspruch nicht gleich gekränkt und vertreten Sie sachlich Ihre (Gegen-)Position. Versuchen Sie, Ihr Gegenüber zu verstehen, auf sachlicher Ebene ins Gespräch zu kommen und gemeinsam eine Lösung für das jeweilige Problem zu finden. Sehen Sie das Beurteilungsgespräch insgesamt als Chance an, ungestört mit der Führungskraft über Probleme, Wünsche oder Ziele zu sprechen, über die Sie sonst nicht reden können oder die vor dem Team vielleicht nur sehr schwer zu verhandeln sind.

Wichtige Überlegungen im Vorfeld

Zentrale Punkte oder Themenbereiche, über die Sie sich im Vorfeld des Beurteilungsgesrächs Gedanken machen sollten, sind: Ihre Arbeitsaufgaben, Ihre Arbeitssituation, die Zusammenarbeit im Team oder mit dem Vorgesetzten sowie Entwicklungsziele oder -möglichkeiten. Mögliche Fragen könnten dabei lauten: Sind Sie zufrieden mit Ihrem Aufgabenbereich, möchten Sie daran etwas ändern, und wenn ja, warum? Wie bewerten Sie die an Sie gestellten Anforderungen: sind diese realistisch, zu hoch gesteckt oder zu niedrig? Welche Voraussetzungen sind nötig, damit Sie die gesetzten Ansprüche erfüllen können? Wie ist das Arbeitsklima? Gibt es technische oder logistische Probleme am Arbeitsplatz? Wie ist die Zusammenarbeit mit den Kollegen oder Vorgesetzten und wie lässt sie sich verbessern?  Sind Sie mit dem Führungsverhalten Ihres/Ihrer Vorgesetzten zufrieden? Fühlen Sie sich gut behandelt und gut informiert?

Ein Blick in die Zukunft

Da aber nicht nur der Ist-Zustand wichtig ist, sondern beim Mitarbeiterbewertungs-Gespräch vor allem Ihre berufliche Entwicklung und die zukünftige Zusammenarbeit im Zentrum stehen sollte, sollten Sie sich weiterhin fragen: Wie sehen Ihre eigenen Vorstellungen bezüglich Ihrer beruflichen Entwicklung aus? Sehen Sie selbst Fortbildungs- oder Förderungsbedarf? Fühlen Sie sich durch bestimmte Bedingungen an Ihrem beruflichen Fortkommen gehindert? Was könnte man dagengen tun? Streben Sie eine Beförderung oder eine Gehaltserhöhung an? Haben Sie sich im Vorfeld bereits Gedanken zu diesen Themen und Fragestellungen gemacht, dann fällt es Ihnen auch leichter, im Gespräch die richtigen Argumente für Ihre Anliegen zu finden. Zudem gehen Sie selbstbewusster und sicherer in das Gespräch, und das ist immer noch die beste Voraussetzung für einen guten, konstruktiven Dialog.